"Schreie der Nacht" ist der Versuch zu schreiben. Es ging mir in dieser Zeit nicht so sehr darum Literatur, Lyrik, etc. zu produzieren, sondern die "Gedichte" entstanden spontan, aus der Situation heraus... und wanderten dann in den großen Schrank unter der Rubrik: Ablage. Aus welchem Grund auch immer, entschloß ich mich eines Tages die "Lose-Blätter-Sammlung" zu sortieren. Und so saß ich in einem kleinen Zimmer zwischen tausenden auf dem Boden verstreuten handgeschriebenen Blättern und versuchte dem Ganzen ein System zu geben. Und es gelang! Eine kleine Ewigkeit ist seit der Entstehung des Bandes vergangen. In dieser Zeit habe ich mir die Gedichte noch das ein oder andere Mal zu Gemüte geführt, auch immer unter dem Aspekt: Na ja, is`ne Jugendsünde, was könnte (sollte, müßte) man verbessern oder verändern? Und jedesmal kam ich zu dem Ergebnis, es gab nichts zu verbessern. Sicherlich, in einigen Gedichten sind romantische Anklänge, die jugendtypisch sind, und mich heute milde lächeln lassen. Was mich aber immer wieder beeindruckt, ist die gnadenlose Offenheit. Die Gedichte sind Schreie der Verzweiflung, der Anklage... Schreie nach Erkenntnis und Liebe... "Du bist angreifbar" meinte einer der Leser - das mag sein... Aber wie sangen schon 14/18 die Stones?...
You take it or leave
it... is just my life!
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