Über den Sinn und Unsinn (m)einer Webseite
Etwa 1998 begann ich meine erste eigene Webseite zu erstellen. Mich
fazinierte in erster Linie die technische Möglichkeit der Animation,
die völlig freie Gestaltung von Wort und Bild und nicht zuletzt
die weltweite Veröffentlichung. Zu Beginn brillierte meine Seite www.r-otten-s.de durch ein Sammelsurium von Themen. Im Laufe
der Zeit kristallisierte sich jedoch heraus, daß das Hauptinteresse
der Besucher den britischen Punkbands galt. Inzwischen habe ich die
Seite auf zwei Themen: Punk und Comix reduziert.
Nachdem ich zwei Bücher im Selbstverlag veröffentlicht hatte,
erschien mir eine Autorenseite Z.Blanck als die Chance relativ
kostengünstig Werbung für mein Werk zu betreiben.
Dies erwies sich als Flop ersten Ranges, da ich nicht bedachte, wieso
jemand auf den Gedanken kommen sollte, den völlig unbekannten
Autorennamen Z.Blanck in eine Suchmaschine einzugeben. Durch
das Fehlen zugkräftiger Metawörter, wie geiler Sex,
Erotik oder dicke Titten hat meine Autorenseite etwa die gleiche
Medienwirksamkeit, wie die restlichen Millionen privater Homepages,
die im Netz herumdümpeln. Um mich wenigstens ein wenig von den anderen
Autorenseiten (im vorgefertigten, kopierten und geklonten Webdesign) abzusetzen,
und mir den Spaß an den Möglichkeiten des Internets nicht
ganz nehmen zu lassen, habe ich meiner Seite einen etwas anderen Stil verpaßt. (der sich leider bei jedem neuen Web-Relaunch immer mehr den üblichen Normen anpaßt. So what?)

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