Die Sicht der Dinge
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Ein Comic der besonderen Art. Aus Anlass des Todes seines Vaters reist der Fotograf Yoichi in seinen Heimatort, den er seit 15 Jahren nicht mehr aufgesucht hat. Hier wird er mit verdrängten Problemen seiner Kindheit und Jugend konfrontiert. Ruhig fast beschaulich erzählt Jiro Taniguchi eine Reise in die Vergangenheit des Japans der 50er Jahre und gestattet uns so einen Einblick in einer mehr oder weniger fremden Kultur. Realistische gezeichnete Panels illustrieren den Text. Diese Art von Comics wird unter dem Begriff "Graphic Novel" vermarktet, man will sich bewußt von den Comics herkömmlicher Art abheben und signalisiert dem Leser, daß es sich hier um eine anspruchsvolle, literarische Geschichte handelt. Mir stellt sich die Frage, wieso wählte man diese Form der Darstellung? Wäre der Film nicht das weitaus geeignete Medium gewesen? Nicht desto trotz ist dies ein sehr guter Comic. |